Aktuelles:

07.12.2017
Am 09.12.2017 startet unser Christbaumverkauf auf dem Schörehof.
29.11.2017

Ein bernsteinfarbenes, untergärig eingebrautes Märzen .
13,0% Stw. und 5,2% alc.

27.11.2017

Ab 18.12.2017 bis einschließlich 05.02.2018.



 1896Stefan Fricker, Gutsbesitzer aus Elmenau (heute:Hof Zwisler) kauft den Gasthof „Löwen“ mit Landwirtschaft von der Witwe des verstorbenen Karl August Kugel (Schultheiß und Wirt) ab. Die heutige Schöre heißt zu jener Zeit offiziell noch „Löwen“.
Stefan Fricker hat zwei Töchter.
August Zwisler aus Brünnensweiler heiratete die ältere Tochter und somit in den elmenauer Hof ein.
1906Die jüngere Tochter Elisabeth heiratet am 26.04.1906 Johann Georg Bentele.
Dieser ist der Sohn des Bernhard Bentele aus Obereisenbach und Theresia (geb. Veser) aus Hergottsweiler. Theresia hatte den Sohn mit in die Ehe gebracht. Der leibliche Vater ist Max Rösler aus Scheiben.
Am 15.12. 1906 kauft Johann Georg Bentele den Hof mit 7ha Fläche und 7 Stück Vieh von seinem Schwiegervater Stefan Fricker ab.
Die Gebäude sind in schlechtem Zustand. Der Preis beläuft sich auf 45.000 Reichsmark, er darf jedoch 10.000 Reichsmark als „Heiratsgut“ abziehen. (Zum Vergleich: 1 Liter Milch kostet zu dieser Zeit 7 Pfennig).
1911Die Ehe mit Elisabeth bleibt kinderlos. Sie stirbt am 19.05.1911 an „delirium tremens“. Am 19.11. desselben Jahres heiratet Johann Georg Bentele zum zweiten mal Agathe Bosch aus Baldensweiler. Zu jener Zeit wird auf dem Hof erstmals Hopfen angebaut, angeblich weil Agathe dies so will.
1914Aus der Ehe gehen vier Kinder hervor:
Georg wird am 03.10. geboren, er stirbt noch im selben Jahr.

1913 Bernhard wird am 31.12. geboren, er stirbt 1947 in russischer Gefangenschaft.

1916 Johann Georg wird am 10.05. geboren, er stirbt 1989.

1927 Agathe Theresia wird am 05.02. geboren, sie stirbt noch im selben Jahr (Verbrühung).

Die Kriegsjahre 1914-1918 und die Inflationszeit sind eine schwere Zeit. Nach der Inflation 1924-27 herrscht jedoch Hochkonjunktur. Der Bierumsatz ist sogar fast vergleichbar mit den heutigen Mengen. Die Schöre ist damals das Lokal der „Mostkunden“. Diese gehen den ganzen Tag zum Geld sammeln, um dies abends wieder zu „versaufen“. Es wird jährlich rund 15.000 Liter Most produziert und getrunken.

 1927Johann Georg Bentele kauft den benachbarten Bollenhof für 27.000 Reichsmark dazu. Der Hof ist um einiges größer als der ursprüngliche.
1929Der Stall wird umgebaut und bietet nun Platz für 30 Stück Großvieh. Es werden Güllegruben gebaut und eine Pumpe gekauft. Ab dem Zeitpunkt kann man die Felder düngen – und es beginnt die Zeit einer intensiveren Landwirtschaft. Zwei Knechte, zwei Mägde und ein Stallschweizer sind beschäftigt. Der Stallschweizer Bernhard Wochner aus Apflau wird 1920 eingestellt und geht 1972 in den Ruhestand. Er ist 52 Jahre lang, bei insgesamt nur einer Krankheitswoche beschäftigt. Seine Urlaubszeit beläuft sich gerade mal auf drei Sonntage pro Jahr.
1933Das Zeitalter der Motorisierung beginnt auch auf dem Hof - es wird der erste Bulldog zum Preis von 4.000 Reichsmark gekauft. Bereits 1935 wird der zweite Bulldog angeschafft.

Die beiden Söhne Johann und Bernhard haben in der Volksschule in Tannau nicht viel gelernt – weil der Lehrer während dem Unterricht angeblich damit beschäftigt war die Zeitung zu lesen. Deshalb kommen beide nach der Volksschule für drei Jahre ins Internat.

Bernhard, der als Hofnachfolger vorgesehen ist, geht für 2.700 Reichsmark an den Bodensee in die Handelsschule Meererau.

Johann besucht die Klosterschule in Feldkirch und erlernt Französisch, Latein und Griechisch. Die Schule, welche 5416 Reichsmark kostet, ist für künftige Theologie- und Geschichtsstudenten gedacht.

 1937Das erste Auto mit Anhänger wird gekauft. 1933-1939 muss eine wirtschaftlich positive Zeit sein, es werden Maschinen, Geräte, Gebäude und Grundstücke im Wert von fast 100.000 Reichsmark angeschafft.
 1939Der Zweite Weltkrieg beginnt und verändert die Pläne und Schicksale des künftigen Betriebes vollständig. Im Gasthaus ist nicht viel los, da die meisten jungen Männer im Krieg sind und abends kein Alkohol verkauft werden darf. Johann Bentele wird einem Gerichtsurteil zufolge eine Geldstrafe von 20 Reichsmark oder vier Tagen Haft auferlegt, weil er Josef Osswald aus Russenried Bier bis zur totalen Trunkenheit verabreicht haben soll. Die Gerichtskosten beliefen sich auf 52 Reichspfennig.
Auch die Söhne Johann und Bernhard (geplanter Hofnachfolger) müssen in den Krieg.
1942Johann Georg selbst stirbt am 09.03.1942. Seine Frau Agathe muss den Betrieb bis zum Kriegsende allein mit Kriegsgefangenen weiterführen.
Sohn Johann kommt 1946 vom Krieg nach Hause.
Bernhard stirbt im September 1947 in russischer Gefangenschaft.
1948Sohn Johann pachtet, vielleicht nicht ganz gewollt oder geplant, den elterlichen Hof. Es wird ein neuer Stall gebaut. Einige Wochen nach Baubeginn kommt die Währungsreform – das bedeutet einen Bau mit wenig Geld.
1950-1960 sind für die Landwirtschaft, vor allem für den Hopfenbau, sehr gute Jahre. Der Zentner Hopfen kostet 1.000 DM (Zum Vergleich: Ein neues Wohnhaus kostet 30 – 50.000 DM).
In dieser Zeit wird eine neue Hopfendarre gebaut, beim Gasthof wird der Dachstuhl erneuert.
1954Johann Georg Bentele heiratet am 20.05. Klara Locher aus Bunkhofen. Aus der Ehe gehen drei Kinder hervor:
1955 Renate wird am 24.04. geboren, sie heiratet 1982 Josef Biegger, wohnhaft in Schwarzenbach

1957 Georg wird am 19.10. geboren (Hofnachfolger), er heiratet 1982 Margarete Bentele, geb. Sterk

1958 Klara wird am 16.12. geboren, sie heiratet 1993 Uwe Späth, wohnhaft in Biberach a.d.R.

1961Der technische Durchbruch im Hopfenbau kommt mit der ersten Hopfenpflückmaschine. Dieser ermöglicht den Ausbau der Hopfenflächen von 1 ha auf 2,5 ha. Die Gastwirtschaft wird zum Nebenverdienst geführt.
1981Georg Bentele übernimmt nach abgeschlossener Bauernschule und bestandener Meisterprüfung den elterlichen Hof.

Das Milchvieh wird abgeschafft und der Schwerpunkt des Hopfens weiter ausgebaut.

Die Gastwirtschaft wird komplett aus- und umgebaut.

1982Georg Bentele heiratet seine Frau Margarete Bentele, geb. Sterk aus Emmelhofen bei Bodnegg.
Aus der Ehe gehen drei Kinder hervor:
1983 Birgit wird am 26.09. geboren

1986 Robert wird am 04.01. geboren

1992 Anja-Maria wird am 10.01. geboren

Eröffnung des umgebauten Gasthauses. Es folgen zwanzig Jahre der Hochkonjunktur. Gegenüber vorherigen Generationen ist die Gesamtsituation positiv und weitgehend von Wohlstand der Bevölkerung geprägt. Die Menschen fahren in den Urlaub und geben Geld für Gaststättenbesuche aus.

1981-1985Der Hopfenbau wird von 3 ha auf knapp 19 ha ausgedehnt.
 1986Eine moderne Hopfendarre und Pflückmaschine wird angeschafft. 1980 – 2000 sind für den Hopfenbau positive Jahre. Man kann über mehrere Jahre hinweg gute Vorverträge abschließen und somit investieren, den Betrieb „auf Vordermann“ bringen und gut davon leben.
 1989Der Stall wird vergrößert und umgebaut. Es entsteht ein moderner Stall für Aufzucht und Mast mit neuen Güllegruben.

1996Der Biergarten mit rund 200 Sitzplätzen wird eröffnet und trägt wesentlich zum Ausbau der Gastwirtschaft bei. Ein Spielplatz sorgt und für die Unterhaltung der kleinen Gäste. Vor allem in den Sommermonaten wird die Schöre zunehmend zum Ausflugsziel.
 1997Ein besonderes und folgeträchtiges Ereignis ist der 1. Brauversuch. Das dunkle Starkbier wird auf der Schnapsbrennerei eingebraut.
 1997Es wird ein Brunnen gegraben, welcher den gesamten Betrieb mit Eigenwasser versorgt und eine hervorragende Brauwasserqualität sichert.
 1999Ein neues Werkstattgebäude wird errichtet. So weit möglich werden Maschinen direkt in der eigenen Werkstatt repariert.
Eine Hackschnitzelheizung, welche den gesamten Betrieb mit Energie versorgt, wird eingebaut und in Betrieb genommen.
 2000Die hauseigene Brauerei mit 12hl Sudwerk geht in Betrieb.
 2001-2004Es folgen Erweiterungen und Umbauten in der Brauerei. Eine automatische Reinigungsanlage wird installiert.
 2005Die kleinen tierischen Hofbewohner bekommen einen eigenen Stall mit Auslauf.
  2006 Der Spielplatz wird ausgebaut und mit attraktiven Spielgeräten ergänzt.