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11.09.2017
Ab Montag 16.10. bis einschließlich 24.10.2017 machen wir Herbstferien.

In den alten griechischen Handschriften über den heiligen Georg (griechisch „der Landmann“) ist der Drachenkampf noch nicht enthalten. Diese Handschriften entstammen einer Zeit des Umbruchs und wiederspiegeln die letzte große Auseinandersetzung zwischen dem heidnischen Kaiserreich und dem Christentum am Anfang des 4. Jahrhunderts.

Georg verkörpert dabei einen Märtyrer vom unbesiegbaren Leben, dem seine irdischen Richter nichts anhaben können. Er treibt die Dämonen aus und stürzt die heidnischen Götter von ihren Sockeln. So macht er die Überlegenheit des neuen Glaubens deutlich. Erst an der Schwelle zum Hochmittelalter tritt der Heilige dann als Drachentöter auf. Die Erzählung des Drachenkampfs wurde schon bald zu einer der beliebtesten Traditionsgeschichten des abendländischen Christentums. Sie ist vermutlich während der Kreuzzüge entstanden und verwendet Motive aus sehr unterschiedlichen Überlieferungen, auch aus der Sage vom Zeussohn Perseus. Wie dieser rettet Georg eine Prinzessin vor dem Ungeheuer. Die schöne Königstochter wird ihm fortan auf den Bildtafeln in den Kirchen als Attribut beigegeben, durch das er sich von den vielen Drachentötern und Reiterheiligen der Zeit unterscheidet.

Unübersehbar ist noch eine weitere Parallele: Jahrhunderte hindurch verehrte nämlich das gläubige Volk den Heiligen als einen irdischen Nachfolger des Erzengels Michael, der den Drachen aus dem Himmel stürzte. Der heilige Georg wird daher meist zu Pferd, mit Schild und Lanze, den Drachen tötend, dargestellt. Er ist Patron der Bauern, des Viehs und des Wetters. Die Bauern verbinden mit dem Fest des hl. Georgs ein reiches Brauchtum: Georgi-Ritt und Pferdesegnung.
 
Hl. Georg